Die Spedition Rüdinger baut im RIO

Gewerbegebiet wurde 1984 gegründet / 32 Unternehmen bieten mehr als 700 Beschäftigten eine Arbeitsstelle / Neuansiedlung

Neuansiedlung im RIO: Die Spedition Rüdinger, die ihren Sitz in Krautheim hat (Bild), will noch in diesem Jahr drei Lagerhallen im Regionalen Industriepark Osterburken beziehen. Spatenstich ist am 7. März. | © Bild: Rüdinger Spedition

25.02.2016

Osterburken/Krautheim. Seit 32 Jahren gibt es den Regionalen Industriepark Osterburken. 32 Unternehmen haben sich seit der Gründung im RIO angesiedelt. 2016 kommt mit der "Rüdinger Spedition" ein weiteres hinzu.

Der Spatenstich für den Bau der ersten Speditionskaltlagerhalle der "Rüdinger Spedition" findet am Montag, 7. März, im RIO statt. Wie Geschäftsführer Roland Rüdinger gestern im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten erklärte, sei der Einzug bereits für Juli geplant.

Im Laufe des Jahres wird das Unternehmen, das seinen Sitz in Krautheim hat (siehe Info-Box), dann zwei weitere Lagerhallen im Regionalen Industriepark Osterburken errichten lassen. Die Halle 3 soll laut Roland Rüdinger bereits Ende September bezogen werden. Die Gesamtfläche der drei Hallen wird rund 10?000 Quadratmeter betragen.

Hervorragende Anbindung

Der Industriepark wurde 1984 auf Anregung der Landesregierung und Betreiben des Landkreises als "eines der ersten interkommunalen Gewerbegebiete im ländlichen Raum Baden-Württembergs" gegründet, erklärte Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm, zugleich Zweckverbandsvorsitzender des RIO, am Montag im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

Laut Galm habe der Strukturwandel in Landwirtschaft, Handel und Handwerk den Aufbau einer neuen Erwerbsbasis in den ländlich geprägten Gemeinden des Baulands und des Odenwalds erforderlich gemacht - auch und vor allem der Wettbewerbsfähigkeit wegen.

Aufgrund der geringen Siedlungsdichte habe man sich zur Konzentration der gewerblichen Aktivitäten an einem "günstig gelegenen Standort" entschieden: Der RIO ist südöstlich von Osterburken an der L?515 zu finden und bietet, so verspricht es der Internetauftritt, eine "hervorragende Anbindung an alle Verkehrswege". So liegt das Gewerbegebiet "quasi direkt an der A 81". Osterburken ist "Bahnknotenpunkt".

Und darüber hinaus ist mit dem Heilbronner Neckarhafen und dem Mainhafen in Würzburg auch eine nahe gelegene Anbindung an den Schiffsverkehr gegeben.

Der Zweckverband besteht aus den Kommunen Adelsheim, Osterburken, Ravenstein, Rosenberg und Seckach. Zuerst im RIO angesiedelt haben sich laut Jürgen Galm die Dietz Fruchtsäfte GmbH und die Recyclen GmbH. Zu den Betrieben, die folgten, zählen unter anderem die A.B.S. Silo- und Förderanlagen GmbH, E.R.S. Steuerungstechnik, Güdel, Mollet Füllstandstechnik, PAN-DUR, Polifilm und Stadtmüller.

Aktuell umfasst der RIO 32 Unternehmen, die zusammen mehr als 700 Frauen und Männer beschäftigen. Ein Schwerpunkt scheint sich "in Richtung Logistik" zu verfestigen, so Galm.

Die ursprüngliche Planung für das Gewerbegebiet habe rund 32 Hektar Fläche umfasst. Bis 2002 wurden rund 25 Hektar erschlossen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich 24 Firmen mit mehr als 500 Arbeitsplätzen angesiedelt.

Die Bebauungspläne RIO II A und RIO II B runden das Gewerbegebiet auf rund 50 Hektar ab. "Im Ziel-II-Gebiet erhielt der RIO für die Erschließung EU- und ELR-Förderung", so Wirtschaftsförderin Marlies Ebel-Walz gegenüber den FN.

Was die weiteren Planungen in Sachen RIO anbelangt, wird in diesem Jahr der Straßenbau ein Thema sein. So wolle man die Erschließungsstraße verlängern, was aber auch abhängig von den Fördergeldern sei. Für 2017 ist laut dem Zweckverbandsvorsitzenden der Bau einer zweiten Ausfahrt angedacht.

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