Osterburken

Entlang an Zeitzeugen aus der Römerzeit führt der Limeswanderweg rund um Osterburken.
Limes bei Osterburken

Weit über die regionalen Grenzen hinaus ist die Römerstadt an der Deutschen Limesstraße bekannt. Hier befand sich einer der bedeutendsten römischen Militärposten am äußeren germanischen Limes. Spektakuläre Ausgrabungen haben internationales Aufsehen erregt und Osterburken zum Anziehungspunk für Archäologen und Historiker werden lassen. An kaum einem anderen Standort lässt sich die römische Kultur in ihrer ganzen Vielfalt so nachvollziehen wie in Osterburken. Das Städtchen findet alljährlich das Interesse von Tausenden von Besuchern, die auf dem Limes-Wanderweg außerhalb der Stadttore Ausblicke in noch unberührte Naturidylle genießen oder in der gemütlichen Altstadt zum Bummeln verweilen. Malerische Winkel wurden hier herausgeputzt und mit viel Liebe zum Detail restauriert. Die Stadt hat es aber auch verstanden, neue Akzente zu setzen, was mit überregionalen Architekturpreisen belohnt wurde.

Sehenswertes

Erbaut über einem alten römischen Bad: Das Römermuseum Osterburken.
Römermuseum Osterburken
Osterburkens Stadtturm.
Stadtturm Osterburken

Am Weltkulturerbe Limes gelegen gibt das hervorragende Römermuseum (ein Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg) einen kenntnisreichen Einblick in die römische Geschichte der ganzen Region. Über einer 1976 entdeckten Thermenanlage erbaut, präsentiert es kulturhistorische Schätze, die die Geschichte des römischen Reiches, den kulturellen Austausch von Germanen und Römern und das alltägliche und religiöse Leben dokumentieren. Herausragender Fund ist das berühmte Benefiziarierheiligtum, das von einer Spezialtruppe des römischen Heeres, den Benefiziariern, errichtet wurde. Die Weihesteine sind besonders gut erhalten, bei einigen ist sogar noch ihre ursprüngliche Bemalung zu bewundern. Zu sehen sind neben einer Badeanlage und einer Jupiter-Gigantensäule auch einige Votivsteine, Wochengöttersteine, Funde aus dem Osterburker Gräberfeld und viele Kleinfunde.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr (Winterzeit); Dienstag - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr (Sommerzeit), Eintritt: Erwachsene 4,- Euro, Ermäßigt 1,- €, Gruppen 3,- € p.P., Gruppen ermäßigt 1,50 € p.P.
Museumscafe.
Anmeldung für Führungen und Sonderöffnungen unter Tel. (06291) 401-23, Stadtverwaltung, oder (06291) 8258.

Die Mauern des Kastells, mit deren Besichtigung man unweit des Römermuseums in Richtung Adelsheim beginnt, zählen zu den am besten erhaltenen Militärbauten der Römerzeit in Südwestdeutschland.

Ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk hohen Ranges ist mitten im alten Stadtkern die katholische Pfarrkirche Sankt Killian, die sich von üblichen Sakralbauten abhebt. Aus Beton gegossene Reliefs des Bildhauers Emil Wachter zieren die Außenseite und den dezent geschmückten Innenraum. Goldumrandete Kreuzwegbilder und der ebenfalls teilweise in Gold gefasste barocke Sakramentsaltar fügen sich harmonisch in den modernen Bau, der im Volksmund stolz die „Wachter-Kirche“ genannt wird.

Ein Abstecher lohnt zum 2 km entfernten Stadtteil Hemsbach, um das romanische Kirchlein St. Mauritius aus dem 12. Jh. zu besichtigen. Das schlichte Gebäude war bis Ende des 18. Jhs. ein wichtiger Wallfahrtsort und Schauplatz des seltenen Kultes der drei heiligen Jungfrauen. Kostbare Wandmalereien zieren das Innere und zeugen von der meisterhaften Kunst des Mittelalters.

Direkt am Limes liegt der schmucke Stadtteil Bofsheim mit seinen hübschen Fachwerkhäusern. Der Turm der evangelischen Kirche aus dem 13./14. Jh. war ursprünglich Teil einer Wehranlage. Blickfang ist auch das 1913 erbaute Neuhaus mit seinen prächtigen Stuckverzierungen.

Zum Stadtteil Schlierstadt gehörig, unweit der Gemeinde Seckach, befindet sich das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Seligental. Nach dem Tod der letzten Äbtissin 1561 wurde das Kloster zu einem Hofgut umgewandelt. Zu besichtigen ist in dem auch heute noch landwirtschaftlich genutzten Anwesen ein romanisches Kreuzrippengewölbe in der Sakristei sowie der Kreuzgang. Anmeldung für Besichtigungen unter Tel. (06291) 8258,  Historischer Verein Bauland.

Angebote

  • Tennisanlagen
  • Reitanlagen (Osterburken, Bofsheim)
  • Wanderwege entlang des Limes (www.limesstrasse.de)