Adelsheim

Adelsheim von oben
Luftbild Adelsheim

Im Norden Baden-Württembergs liegt die Stadt Adelsheim, die aus den drei Stadtteilen Adelsheim (3.350 Einwohner), Sennfeld (1.250 Einwohner) und Leibenstadt (400 Einwohner) besteht.

Die abwechslungsreiche baulandtypisch flachhügelige Landschaft Adelsheims bietet Bäche, kleine Flüsse und Seen, Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale, viele muldenförmige Täler, Wälder, Wiesen und Felder.

Adelsheim ist ortsdurchfahrtsfrei an die Autobahn 81 (Würzburg – Stuttgart) angebunden. Zwei Haltestellen an der Frankenbahn (Würzburg – Stuttgart) und eine an der S-Bahn RheinNeckar (Heidelberg – Osterburken) sorgen für eine gute ÖPNV-Anbindung.

Wohnen & Leben

Schloss Sennfeld an der Seckach

Die Stadt Adelsheim im Neckar-Odenwald-Kreis ist zusammen mit Osterburken Unterzentrum im ländlichen Raum und erfüllt einen Versorgungsauftrag für über 25.000 Einwohner. Adelsheim bietet mit einem gut sortierten Einzelhandel und zahlreichen Dienstleistungen alles für den täglichen Bedarf. Die Frequenzbringer Aldi und Lidl sind auch vor Ort vertreten.

Neben Kindergarten und Grundschule sind auch Gemeinschaftsschule und Gymnasium am Ort. Eine ganztägige Betreuung gibt es bereits für Kinder ab 12 Monate. Das macht Adelsheim zu einer besonders familienfreundlichen Stadt. Vollerschlossene Bauplätze stehen in allen drei Stadtteilen zur Verfügung.

Freizeitmöglichkeiten

Skulpturenradweg
Skulpturenradweg
Adelsheim leuchtet
Adelsheim leuchtet

Der staatlich anerkannte Erholungsort verfügt über eine umfangreiche Freizeitinfrastruktur. Badespaß verspricht das von Wiesen und Wald herrlich umrahmte solarbeheizte Freibad am Naturschutzgebiet Brünnbachtal. Wanderer und Radfahrer freuen sich über ein gut ausgebautes Wegenetz. Das Fischbachtal, der Walderlebnispfad, der Jakobsweg, der Skulpturenradweg sowie der Limeswanderweg und -radwanderweg sind dabei die Top-Tipps. Kulturgenuss bietet das Theater- und Konzertprogramm. Überregionale Strahlkraft besitzt das kulturelle Highlight der Stadt: „Adelsheim leuchtet“ – eine beeindruckende Videokunstreihe mit Projektionen, Installationen und Illuminationen des Künstlers Louis von Adelsheim.

Die zahlreichen Vereine organisieren viele Feste und Veranstaltungen und sorgen dadurch für Abwechslung und gute Unterhaltung bei Einheimischen und Gästen. Exemplarisch genannt seien das Volksfest, die Sonnwendfeier, das Fischerfest, das Dorffest, das Schleppertreffen und der Weihnachtsmarkt.

Geschichte

Adelsheim wurde 779 anlässlich einer Schenkung an das Kloster Fulda erstmals urkundlich erwähnt, kann also auf eine über 1200-jährige Geschichte zurückblicken. 1374 erhob Kaiser Karl IV. den malerischen Ort im Herzen des Baulands, wo die Flüsse Seckach und Kirnau zusammenfließen, zur Stadt.

Über Jahrhunderte hinweg prägte das ortsansässige Adelsgeschlecht der Freiherren von Adelsheim die Stadt, die oft als Amtsstädtchen bezeichnet wird. Von 1828 bis 1936 war Adelsheim Amtssitz eines badischen Bezirksamtes. Noch heute gibt es ein Amtsgericht, einen Polizeiposten, eine Justizvollzugsanstalt, ein Notariat, eine Forstbetriebsleitung, ein Gymnasium und eine Gemeinschaftsschule.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten „Allezes“, wie die Kleinstadt im badischen Frankenland im Dialekt liebevoll genannt wird, zählen insbesondere die spätgotische Jakobskirche (1489), die Schlösser der Freiherren von Adelsheim, das Rathaus im fränkischen Fachwerkstil (1619), die barocke evangelische Stadtkirche, der Stadtturm, Stadtmauerreste und der Stadtgarten mit Wasserfall. Sehr leicht erkunden lassen sich diese und weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Historischen Rundgang durch die Altstadt. Ein kulturelles Highlight ist das Bauländer Heimatmuseum, das Besuchern einen Einblick in die früheren bäuerlichen und bürgerlichen Verhältnisse des Baulands gibt. Auf drei Ebenen werden bäuerliche Geräte, Werkzeuge, Möbel und Einrichtungsgegenstände, Küchengeräte, Spielzeug, aber auch Bilder und Dokumente zur Stadtgeschichte ausgestellt. Besondere Aufmerksamkeit erregt ein im Original aufgestelltes bäuerliches Gemischtwarenlädchen aus der Zeit um 1920/30.

Auch in Sennfeld gibt es einen Historischen Rundgang, auf dem sich die Sehenswürdigkeiten des Ortes wie zum Beispiel das im ländlichen Barockstil erbaute Schloss (1713), die Evangelische Kirche (1615) und die Ehemalige Synagoge entdecken lassen. Dieses Gebäude dient heute als Heimatmuseum und zentrale Gedenkstätte für die umliegenden Gemeinden. In einem Gedenkraum sind Objekte und Dokumente der ehemaligen jüdischen Bevölkerung Sennfelds ausgestellt.

In der Ortsmitte Leibenstadts dominiert die 1842/43 vollendete heutige evangelische Pfarrkirche. Leibenstadt ist landwirtschaftlich geprägt. Der Charakter des Straßenbildes wird von hübschen Hausgärten, Blumenfenstern, frisch gepflanzten Bäumen und gepflegten Hofbereichen bestimmt.

Adelsheim ist Mitglied im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, im Naturpark Neckartal-Odenwald und in der Touristikgemeinschaft Odenwald.